Modernisation Chesa Gabriel

Die Chesa Gabriel ist ein kleiner Baustein der his­torischen Kern­be­bau­ung von Samedan. Seitlich un­mit­tel­bar von seinen Nach­barn einge­fasst, schliesst der un­schein­bare Körper nördlich den Platzraum ab und bildet eine schmale Fas­sade zum ho­far­ti­gen Garten aus. Die Ty­polo­gie von Stall und kleinbäurischem Wohn­haus hat ihren Ur­sprung im 16. Jahrhun­dert. Nach kon­tinuier­lichen Trans­for­ma­tio­nen der Ur­sprungssub­stanz, erfährt das Haus mit einer Auf­s­tock­ung um 1920 eine ein­schnei­dende Veränderung der Vol­ume­trie. Entsprechend dieser zeitlichen Naht­stelle, wird das Haus in zwei Woh­nun­gen geteilt. In der Un­teren wird die ursprüngliche, kam­mer­ar­tige Raum­ty­polo­gie freigelegt und über die Tiefe von Wohn­haus und ehe­ma­ligem Stall geöffnet. Als Überlagerung des 20. Jahrhun­derts wird die Dachwoh­nung in­ner­halb der Um­fas­sungs­mauern als of­fenes Raumgefüge aus­ge­bildet. Ihr Balkon verbindet sich als plas­tis­ches El­e­ment mono­lithisch mit der Aussen­wand. Zusam­men mit der Gar­ten­treppe und der Mauer wer­den diese neuen Ein­griffe als weit­ere Ablagerun­gen, der von un­ter­schiedlichen Zeit­epochen geprägten Fas­sade, mit dem Be­stand ver­schlif­fen.

Bauherrschaft privat / Studienauftrag 2008, 1. Preis / Realisierung 2013 / Bauleitung Annabelle Breitenbach
© Pläne und Bilder Corinna Menn, Fotos Franz Rindlisbacher